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A Tribute to Oxalagu

  • 8. Aug. 2016
  • 4 Min. Lesezeit

Es war einer von diesen Samstagen, an denen man das Gefühl hatte das man nicht mehr zu tun hatte. Die Pferde waren versorgt, es war mitten in der Ferienzeit, das bedeutet viele der Trainer hatten Urlaub und auch unsere Pferde befanden sich in ihrer wohlverdienten Sommerpause. Der Tag war heiß und ich hatte keine Lust mich wie meine Großmutter in den Garten zu legen und die Sonne zu genießen. Ich war irgendwie voller Tatendrang und es war erst 13 Uhr als ich fertig war mit dem Misten der Boxen und ich die Haustür hinter mir ins Schloss fallen ließ und mich auf den Weg ins Wohnzimmer machte. Ich ließ mich aufs Sofa fallen und schaute einige Sekunden emotionslos auf unseren Wohnzimmertisch. Ich überlegte was noch getan werden müsste, doch mein Kopf war leer. Nachdenklich grabschte ich nach einer Zeitung die auf dem Küchentisch lag und blätterte darin. Ich las nicht wirklich, doch blätterte sie einfach durch, bis mein Blick an einer Anzeige hängen blieb. 'Northwich Farm Auction' es war merkwürdig aber irgendwie hatte es mich gepackt. Ich fasste den Entschluss dort vorbei zu schauen. Der Tag würde zwar fast herum sein, wenn ich dort ankäme, aber das war mir in diesem Moment egal. Meine Großmutter bot sich an mit zu kommen als ich ihr mitteilte dort hin zu fahren und es dauerte nicht lange da waren wir schon am Auto. Ein Problem gab es noch. Wir hatten den Hänger von unserem letzten Turnier nicht abgekoppelt. Ich versuchte mich geschlagene 15 Minuten daran das Ding zu lösen, aber es kappte nicht, sodass wir kurzerhand den Hänger einfach mitnahmen, sonst kämen wir gar nicht mehr zu irgendeiner Aktion. "Vielleicht nehmen wir ja doch heute einen mit!" witzelte meine Großmutter und sie wusste nicht wie Recht sie damit haben würde.

Wir kamen spät und die großen ‚Showacts‘ waren schon vorbei. Ich war etwas enttäuscht, denn einer der Englischen Vollblüter Hengste hätte mich schon interessiert. Wir schauten zu, wie mehrere Farmtiere vorgeführt wurden und wie Menschen für diese boten. Aus Spaß bot ich für zwei Scottish Blackface Schafe konnte den Preis aber nicht halten. Wir wollten uns schon auf den Weg nach Hause machen, als der Redner nochmal auf sich Aufmerksam machte durch ein Räuspern in sein Mikrophon. „ So meine Damen und Herren jetzt kommt unser Nachzügler aus der Kategorie Vollblüter. Wir präsentieren ihnen den 9 Jährigen Englischen Vollblut Hengst Oxalagu, aus der Oxal und dem Lagunas. Sieger des Großen Dallmayr-Preis in München und der Merrill Lynch Trophy in Frankfurt, beendete er seine Karriere auf der Rennstrecke vor zwei Jahren mit einer Lebensgewinnsumme von 804.942 Euro. Meine Damen und Herren, wir haben es hier mit einem Deutschen Import zu tun und wir starten bei 4000 Pfund.“ Das Pferd was dazu in den Ring geführt war ruhig, hatte aber einen feurigen Glanz in den braunen Augen, welcher mich sofort faszinierte. Ich wartete darauf dass sich jemand meldete, dass tausend Hände sich erhoben und viel Geld für den Hengst geboten wurde. Kein einziger Arm wurde gereckt, der Auktionator redete sich den Mund fusselig was für ein tollen und nervenstarkes Tier der Hengst doch wäre. „Kastrieren Sie mir ihn und ich gebe Ihnen ´nen Bier für den aus, mehr ist der nicht wert!“, rief ein großgewachsener Kerl in eine Atempause des Auktionator. Gelächter flog durch den Auktionsring, während sich der Mann hinter dem Mikrophon sammeln musste. Wut staute sich in mir an und in dem Moment fasste ich einen Entschluss. Mein Arm schnellte ruckartig nach oben: „5000!“, rief ich mit starker Stimme und das Gelächter verstummte abrupt. „Höre ich mehr als 5000?“, fragte der Auktionator. Stille. „5000, mehr als 5000?“ Weiterhin Stille. „ 5000 zum Ersten zum Zweiten und zum Dritten, verkauft.“ Meine Anspannung und Wut wich sofort und ich sah nur in die ungläubigen Augen meiner Großmutter. Ich blickte stark zurück. „ Bist du sicher was du tust?“, fragte sie mich. Ich nickte und holte mir den Schein für das Pferd beim Auktionator ab. Ich ging zu den Boxen des Auktionsstalles. Der Hengst stand in der Box 50. Ich erreichte sie als er wieder zurück gebracht worden ist vom Auktionsplatz. Er wurde geführt von seinem aktuellen Besitzer, der mich sofort wieder erkannte. „ Ich muss mich bei Ihnen bedanken. Hätten sie ihn nicht gekauft hätte ich ihn zum Abdecker geben müssen und das käme ihm überhaupt nicht gerecht.“ Ich lächelte ihn an, als er mir den Strick in die Hand gab und ich den Hengst aus der Nähe begutachten durfte. Er war genauso ruhig wie auf dem Platz, doch irgendetwas in seinen Augen brannte heller als Feuer und das faszinierte mich noch mehr. „ Was haben Sie mit ihm die letzten paar Jahre gemacht?“ fragte ich uns wandte mich zum Besitzer. „Wir haben versucht ihn umzubilden in die Vielseitigkeit. Er ist auch ein unglaublich kluges und mutiges Pferd, nur keiner wollte ihn bisher in einem Turnier vorstellen und so bringt er mir leider nichts.“ Er schaute ein wenig traurig zu dem Hengst und klopfte auf den Hals des Tieres, das ruhig schnaubte. Der Besitzer gab uns alles an Zubehör was er für den Hengst besaß. Darunter ein sehr schöner Vielseitigkeitssattel der maßangefertigt war. Der Hengst ließ sich einwandfrei verladen und die Fahrt zurück klappte auch wunderbar. Zuhause angekommen machten meine Großmutter und ich ihm eine freie Box fertig. Ich spürte wie dankbar der Hengst war,dass wir ihm noch eine zweite Chance gaben.

Oxalagu auf unserem Hof


 
 
 

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